Bewerber FAQ

Welche persönlichen Voraussetzungen muss ein Bewerber erfüllen um in das GDE-Programm aufgenommen zu werden?

Aufgenommen werden Ärztinnen und Ärzte, die ein Studium der Humanmedizin an einer staatlich anerkannten medizinischen Hochschulen erfolgreich abgeschlossen haben. Zudem sollten die Bewerber möglichst nicht älter als 33 Jahre sein und bereits über erste Berufserfahrungen verfügen. Da die Facharztausbildung in Deutschland in der Regel mindestens fünf Jahre dauert, ist ein höheres Eintrittsalter für einen erfolgreichen Berufseinstieg als Facharzt hinderlich.

Werden Ärzte aller medizinischer Fachrichtungen in das GDE-Programm aufgenommen?

Die Auswahlkriterien und die ausgewählten Fachrichtungen der Bewerber orientieren sich an der Bedarfslage der deutschen Krankenhäuser und der ambulanten Versorgung. Die besten Berufsaussichten bieten sich für Ärzte der Inneren Medizin, der Kardiologie sowie für Spezialisten in den Bereichen Chirurgie und Neurologie, die zum langfristigem Praktizieren unter Vertrag in Deutschland bereit sind.

Wie reagieren die Heimatländer der internationalen Ärzte auf die Auswanderung?

Grundsätzlich sehen die Länder das GDE-Programm positiv. Eine Einwanderung nach Deutschland fand und findet ohnehin und auch ohne das GDE-Programm statt. Es werden sicherlich auch in Zukunft Ärzte aus anderen Ländern aus eigener Initiative nach Deutschland gehen, durch das GDE-Programm steigt die Zahl nicht gravierend. Aber mit dem GDE-Programm sind die auswanderungswilligen Ärzte frühzeitig und besser darüber informiert, was sie in Deutschland erwartet. Das GDE-Programm trägt also dazu bei, dass die Ärzte auswandern, die wirklich gute Berufsaussichten in Deutschland haben. Das hilft allen Beteiligten. Im übrigen profitieren die Herkuntsländer ja auch davon, dass sich die Ärzte weiterbilden. Sicherlich bleiben viele von ihnen für immer in Deutschland, aber viele werden nach der Facharztausbildung auch wieder in ihr Heimatland zurückkehren und können dann das erworbene Know-how in ihren Ländern anwenden.

Kann man sich ein zweites Mal bewerben, wenn man einen Aufnahmetest nicht bestanden hat?

Ja, das ist möglich. Auch nach nicht bestandenen Tests (Online-Aufnahmetest oder persönliches Assessment-Center) können sich Ärztinnen und Ärzte immer wieder bewerben.

Wie hoch ist die Durchfallquote bei den Aufnahmetests?

Das Aufnahmeverfahren besteht aus zwei Teilen: dem Online-Aufnahmetest und dem persönlichen Assessment-Center. In beiden Verfahren zusammen wird durchschnittlich von 30 Bewerbern ein Teilnehmer in das Programm in Deutschland aufgenommen.

Warum setzt die GDE so hohe Hürden für die Aufnahme in das Programm?

Die GDE möchte auswanderungswillige internationale Ärzte vor Enttäuschungen bewahren und hat die Auswahlkritierien sowie das Aufnahmeverfahren deshalb so gestaltet, dass nur die Ärzte aufgenommen werden, die in Deutschland wirklich gute Berufsaussichten haben.

Ist es sicher, dass alle Teilnehmer am GDE-Programm auch in Deutschland als Arzt arbeiten können?

Eine hundertprozentige Jobgarantie kann die GDE nicht geben – nur fast! Das Programm schafft ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg in Deutschland, die Sprach- und Fachprüfungen müssen die Teilnehmer jedoch selbst bestehen und ob die Teilnehmer an einer Klinik eingestellt werden, entscheiden die Kliniken selbst. Nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Programm stehen die Chancen aber sehr gut: fast alle Absolventen schaffen es innerhalb eines Jahres nach Programmstart, alle Prüfungen zu bestehen und in einem deutschen Krankenhaus zu arbeiten.

Kann ich mir als Absolvent des GDE-Programms mein Krankenhaus bzw. meinen Arbeitgeber selbst aussuchen?

Wichtiger Bestandteil des GDE-Programms ist es, Ärzte und Krankenhäuser zusammenzubringen. Die GDE achtet dabei darauf, dass die Eignung des Absolventen und die Erfordernisse des Krankenhauses bestmöglich übereinstimmen. Deshalb lernt jeder Teilnehmer in der Regel mehrere Krankenhäuser kennen – danach liegt es in der Entscheidung des Arztes und des Krankenhauses, ob sie zusammenarbeiten möchten.

Was passiert, wenn ein Teilnehmer die Prüfungen nicht besteht oder das Programm aus persönlichen Gründen abbrechen will bzw. muss?

Diese Fälle gab es bisher nur sehr selten, sie sind dennoch vertraglich klar geregelt. Wenn ein Teilnehmer das Programm abbrechen möchte oder die Prüfungen nach mehreren Versuchen nicht bestanden hat, werden ihm die bis dahin entstandenen Ausbildungskosten berechnet, moderate Teilzahlungen sind hierbei möglich.

Wie hoch ist sind die Ausbildungskosten, die ein Absolvent des Programm an die GDE zurückzahlen muss?

Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Teilnehmer in einer Ausbildungsstufe und von der Dauer der Ausbildung des einzelnen Teilnehmers. Deshalb kann kein fester Betrag beziffert werden. Während der einjährigen Vollzeit-Qualifizierung in Deutschland geht die GDE für jeden Teilnehmer in Vorleistung und trägt die Lebens- und Ausbildungskosten, stellt den Teilnehmern vollausgestattete Wohnungen zur Verfügung, kümmert sich um alle administrativen Prozesse ebenso wie um die Alltagsprobleme der Teilnehmer und leistet Hilfestellung in fast allen Lebensbereichen. Das ist ein sehr anspruchsvolles und kostenintensives Engagement! Nach Abschluss der Ausbildung und erfolgreichem Einstieg in den Beruf wird ein Teil der Ausbildungskosten von den Arbeitgebern getragen. Zudem verpflichten sich die Teilnehmer mit ihren Ausbildungsverträgen, einen Teil der Ausbildungskosten zurückzuzahlen, wenn sie in Deutschland berufstätig sind. Die Höhe der monatlichen Rückzahlungsbeträge ist den Einkommensverhältnissen angepasst und kann bis zu sechs Jahre betragen.