Klinik FAQ – Das Wichtigste in Kürze

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen von Kliniken und Arztpraxen.
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Aus welchen Herkunftsländern kommen die Teilnehmer am GDE-Programm?

Das Ausbildungs- und Integrationsprogramm der GDE steht grundsätzlich den Ärztinnen und Ärzten aller Nationen offen, die in Deutschland berufstätig sein wollen. Da die Zahl der GDE-Ausbildungsplätze begrenzt ist und um die Drop-Out-Quote möglichst gering zu halten, absolvieren interessierte Ärzte vor Aufnahme in das Programm ein mehrstufiges Assessment-Center, das in der Regel bereits in ihrem Herkunftsland durchgeführt wird. Bisher wurden die GDE-Assessments vor allem in Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion durchgeführt.

Werden die Herkunftsländer nicht um wichtige Leistungsträger „beraubt“?

Nein! Die GDE ist sich ihrer Verantwortung bewusst und praktiziert keine „unkontrollierte Rekrutierung“ - im Gegenteil! Um eine möglichst ausgewogene und zugleich qualifizierte Zuwanderung zu fördern, analysiert die GDE fortwährend und fundiert den internationalen Stand der Medizinerausbildung und erstellt Länderprofile. Diese enthalten verschiedene Kriterien, wie etwa die Anzahl der Studienplätze, möglichen Ärztemangel im Herkunftsland und soziale sowie politische Faktoren. Nur in danach ausgewählten Ländern werden zuwanderungswillige Mediziner rekrutiert. Außerdem können von der Zuwanderung internationaler Ärzte nach Deutschland auch die Herkunftsländer der migrierenden Ärzte profitieren. Zu den positiven Effekten gehört, dass der Wissenstransfer gefördert wird, dass sich die kulturelle Distanz zwischen den Menschen verringert und dass grenzüberschreitende Netzwerke geschaffen werden. Die zugewanderten Ärzte selbst erschließen sich neue persönliche und berufliche Erfahrungen, sie erwerben zusätzliche fachliche, kulturelle und sprachliche Kompetenzen und sie eröffnen sich damit neue berufliche Optionen und Perspektiven.

Welche Sprachkenntnisse haben die Absolventen des GDE-Programms?

Unabhängig von einer bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regelung gilt für das GDE-Ausbildungsprogramm, dass jeder Teilnehmer das Sprachniveau C1++ (also erheblich über dem Stand C1) erreicht haben muss, um die Ausbildung fortsetzen zu können. Der GDE-Sprachkurs ist erst dann beendet, wenn der Teilnehmer ein anerkanntes Zertifikat zum Nachweis der für die ärztliche Tätigkeit erforderlichen Deutschkenntnisse erworben hat. Alle weiteren Bausteine des Ausbildungsprogramms bauen auf der bestandenen Sprachprüfung auf. Da die sprachliche Kompetenz für Ärzte genauso wichtig ist wie medizinischer Sachverstand, besitzt die Sprachausbildung im GDE-Ausbildungsprogramm einen besonders hohen Stellenwert. Deshalb werden die Bewerber für das GDE-Ausbildungsprogramm bereits beim Auswahlverfahren an erster Stelle auf ihre Sprachlernfähigkeit getestet. Für das Ausbildungsprogramm in Deutschland hat die GDE in Zusammenarbeit mit ihrer Gründungsgesellschafterin Otto-Benecke-Stiftung e.V. (OBS) einen speziell auf Mediziner zugeschnittenen Intensiv-Sprachkurs entwickelt, in dem die internationalen Ärzte lernen, sich in allen beruflichen Situationen redegewandt und sicher zu verständigen. Bestandteile des Kurses sind unter anderem deutsche umgangssprachliche Bezeichnungen von Krankheitsbildern und Organen, unterschiedliche Formen der klinischen Dokumentation, das korrekte Schreiben von Arztbriefen, Simulation von Patientengesprächen z.B. zu Anamnese und in Untersuchungssituationen, das deutsche Gesundheitssystem, Krankenhausstrukturen, Patientenvorstellung, apparative Diagnostik, Fallpräsentationen sowie die Vorbereitung und die Präsentation von Fachvorträgen.

Welche Abschlüsse haben die Absolventen des GDE-Programms?

Alle GDE-Absolventen haben die deutsche Approbation! Ein wesentlicher Ausbildungsinhalt des GDE-Programms ist die Vorbereitung der Teilnehmer auf die „Kenntnisprüfung“ vor den Landesprüfungsämtern, mit der die Gleichwertigkeit ihres medizinischen Ausbildungsstandes anerkannt wird und durch die sie die deutsche Approbation erlangen. Die GDE führt dazu eine intensive fachliche/medizinische Ausbildung durch, organisiert die Zusammenarbeit mit allen zuständigen Behörden, Ämtern und Organisationen und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Neben der Beschaffung der notwendigen Dokumente, Bestätigungen, Zeugnisse und Übersetzungen unterstützt die GDE die Teilnehmer in allen Fragen zum Arbeitsverhältnis und beim reibungslosen Einstieg bei ihrem zukünftigen Arbeitgeber.

Wie hoch sind die Kosten der Ausbildung und wer trägt sie?

Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Teilnehmer in einer Ausbildungsstufe und von der Dauer der Ausbildung des einzelnen Teilnehmers. Deshalb kann kein fester Betrag beziffert werden. Während der einjährigen Vollzeit-Qualifizierung in Deutschland geht die GDE für jeden Teilnehmer in Vorleistung und trägt die Lebens- und Ausbildungskosten, stellt den Teilnehmern vollausgestattete Wohnungen zur Verfügung, kümmert sich um alle administrativen Prozesse ebenso wie um die Alltagsprobleme der Teilnehmer und leistet Hilfestellung in fast allen Lebensbereichen. Das ist ein sehr anspruchsvolles und kostenintensives Engagement! Nach Abschluss der Ausbildung und erfolgreichem Einstieg in den Beruf wird ein Teil der Ausbildungskosten von den Arbeitgebern getragen. Zudem verpflichten sich die Teilnehmer mit ihren Ausbildungsverträgen, einen Teil der Ausbildungskosten zurückzuzahlen, wenn sie in Deutschland berufstätig sind.

Können Kliniken auch konkrete Aufträge zur Rekrutierung erteilen?

Die GDE ist kein „Head-Hunter“ und keine Personalvermittlungsagentur. Basis für die Rekrutierungs-Aktivitäten ist eine gründliche und fortwährende Analyse des Fachkräftebedarfs im deutschen Gesundheitswesen. Zudem kooperiert die GDE bundesweit mit einem großen Netzwerk von Institutionen, Verbänden, Krankenhäusern und Kliniken um sicherzustellen, dass das Programm stets an den Erfordernissen der deutschen Kliniken ausgerichtet ist.

Gibt es „Sonderkonditionen und Rabatte“ für Kliniken?

Die GDE hat mit mehreren Kliniken, Klinikverbünden und Klinikunternehmen verbindliche Rahmenvereinbarungen getroffen, in denen neben der praktischen Arbeitsorganisation auch die Konditionen der Zusammenarbeit festgelegt sind.

Was passiert, wenn Arzt und Klinik doch nicht zueinander passen?

Falls eine Neu-/Nachbesetzung innerhalb von 12 Monaten nach Berufsbeginn erforderlich wird, weil eine Klinik und ein Absolvent des GDE-Programms nicht mehr zusammenarbeiten können, wird dies ohne zusätzliche Kosten von der GDE organisiert.