Der Markt

Drei Viertel der deutschen Kliniken können nach aktuellen Studien ihre Stellen im ärztlichen Dienst kaum besetzen, weil Bewerber fehlen. Für die kommenden Jahre erwarten sogar mehr als 90 Prozent der Krankenhäuser Engpässe im ärztlichen Bereich. Eine wirksame Gegenmaßnahme ist, mehr ausgesuchte Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Um den eigenen Aufwand zu minimieren und Frustrationen auf allen Seiten zu vermeiden, sollten sich die Kliniken von der GDE mit ihrem transparenten und professionellen Rekrutierungs- und Betreuungsverfahren unterstützen lassen.

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Herausforderung Ärztemangel

Mit deutlichen Worten warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem neuesten Gesundheitsbericht vor einem Versorgungsnotstand in Deutschland: Weil die Ärzteschaft in Deutschland überaltert und der Zuwachs an Nachwuchskräften zu gering sei, befürchtet die Organisation eine Ausweitung des bestehenden Ärztemangels. Wenn nicht massiv gegengesteuert werde, sei die medizinische Versorgung bedroht. Als zentrale Gegenmaßnahme rät die OECD dringend, mehr Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Deren Zahl hat sich von 2000 bis 2014 von knapp 10.000 auf 32.000 zwar bereits verdreifacht, dennoch attestiert die OECD Deutschland weiteren Nachholbedarf und verweist darauf, dass der Anteil der im Ausland ausgebildeten Mediziner in den übrigen OECD-Staaten im Schnitt 17,3 Prozent beträgt – und damit etwa doppelt so hoch ist wie in Deutschland, wo der Ausländeranteil unter Medizinern gegenwärtig bei 8,8 Prozent liegt. Der Appell der OECD spiegelt wieder, was in deutschen Kliniken seit Jahren gelebte Realität ist: Drei Viertel der deutschen Kliniken haben nach einer aktuellen Studie des Prognos-Instituts Schwierigkeiten, ihre Stellen im ärztlichen Dienst zu besetzen. Für die kommenden Jahre erwarten sogar mehr als 90 Prozent der Krankenhäuser Engpässe im ärztlichen Bereich. Rund 6.000 Arztstellen sind laut Bundesärztekammer derzeit in deutschen Krankenhäusern unbesetzt, die Ärztegewerkschaft Marburger Bund spricht sogar von 12.000 freien Stellen, Tendenz weiter steigend. Ausmaß und Relevanz des Ärztemangels im Krankenhaus lassen sich auch daran ablesen, dass die Ausgaben für Stellenanzeigen, Personalvermittler etc. speziell für den Ärztlichen Dienst in den letzten Jahren in zahlreichen Krankenhäusern enorm gestiegen sind. Nach einem Forschungsgutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) haben die Anwerbekosten in fast 85 Prozent der befragten Krankenhäuser zugenommen, mehr als 60 Prozent beauftragen Personalagenturen zur Arztsuche oder beschäftigen Honorarärzte, um dem Personalmangel zu begegnen.

Hoher Aufwand, viel Frust und große Verantwortung

Besonders bemerkenswert ist, dass bereits bei der DKI-Befragung im Jahr 2010 über ein Drittel der befragten Kliniken angab, selbst gezielt Ärzte aus dem Ausland zu akquirieren. Diese Zahl dürfte inzwischen sogar noch deutlich höher liegen, denn es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Krankenhäuser – unabhängig vom OECD-Appell – angesichts der zunehmenden Personalnot ihre Aktivitäten im Ausland verstärkt haben. Und auch ohne eigene gezielte Rekrutierungs-Aktivitäten im Ausland wissen die Personalverantwortlichen deutscher Kliniken, dass ein Großteil der Bewerbungen auf öffentliche Stellenausschreibungen von Zuwanderern kommt, oft hat mehr als die Hälfte der Bewerber einen ausländischen Pass. Allerdings zeigen die Erfahrungen auch, dass bis zu 80 Prozent dieser Ärzte meist noch in der Probezeit die Klinik wieder verlassen müssen, weil es gravierende Probleme mit der fachlichen Kompetenz, der Sprache und beim Umgang mit Patienten gibt. Für alle Beteiligten eine verlorene Zeit. Doch auch die erfolgreiche Integration von ausländischen Ärzten ist für alle Beteiligten mit etlichen Hürden verbunden und die Wege, Ärzte aus dem Ausland in Deutschland zu beschäftigen, sind immer noch eine Wissenschaft für sich. Sprachprüfungen, Fach- und Sachprüfungen, Anerkennungsverfahren, Aufenthaltsrecht, die Suche nach einer Assistenzarztstelle, Bewerbungsgespräche, Zusagen, Absagen, Zeitdruck, Termine, die sich überschneiden – das System führt die Kliniken ebenso wie die Bewerber häufig an ihre Grenzen. Enttäuschungen, Fehlschläge und Frustrationen auf beiden Seiten gehören zum Alltag. Zudem werden die Kosten für die Rekrutierung und Integration ausländischer Ärzte in den Personalabteilungen deutscher Kliniken oft deutlich unterschätzt. Vielen Klinikverantwortlichen macht auch die „doppelte moralische Verantwortung“ zu schaffen, die mit einer gezielten Anwerbung im Ausland verbunden ist: Die Verantwortung für den individuellen Einwanderer und die Verantwortung für dessen Heimatland, denn die Migration soll nicht zu einem Verlust von dringend benötigten Fachkräften in den Herkunftsländern führen.

Europaweit einzigartiges Projekt

Vor diesen Hintergründen hat die GDE im Jahr 2012 ein europaweit bislang einzigartiges Programm entwickelt, das einerseits die ausländischen Ärzte bereits in ihren Heimatländern über Vermittlungschancen und Zugangswege berät und andererseits auf die Bedürfnisse der deutschen Arbeitgeber zugeschnitten ist. Basis dafür waren die Erfahrungen der GDE-Gründungsgesellschafterin „Otto-Benecke-Stiftung e.V.“ (OBS), die als gemeinnützige Organisation seit über 50 Jahren im Auftrag der Bundesregierung Bildungsund Integrationsprogramme für ausländische Akademiker durchführt.

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Mit den langjährigen Erfahrungen unserer Gründungsgesellschafterin Otto-Benecke-Stiftung e.V. (OBS) sorgen wir für die berufliche und kulturelle Integration von internationalen Ärztinnen und Ärzten.

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